Der alte Friedhof
Der alte Friedhof vor dem Anklamer Tor, auf dem historischen Gertrudenkamp. Von 1803 bis 1905 der städtische Friedhof Friedlands.
In alten Flurbüchern und Karten ist dieses, zwischen dem Schuster- und Bürgermeisterwall eingebettete Flurstück, als St. Gertrudenkamp ausgewiesen, nach der, der heiligen Gertrud geweihten Kapelle, vor dem Steintor (Anklamer Tor).
Bevor am 01. 0ktober 1803 der heutige alte Friedhof mit seinem so schönen Baumbestand eingeweiht wurde, war hier, nach Aufzeichnungen des Friedländer Dichters Christian Conrad, bereits 1638 ein kleiner Friedhof vorhanden.
Der Eingang zum Gertrudenkamp wurde, als der Friedhof eingerichtet wurde, als Mauer mit bogenförmigen Durchbrüchen gestaltet und ist bis heute erhalten geblieben.
Im April des Jahres 1823 erfolgte, nach der Einebnung der Friedhöfe um die St. Marien- und St. Nikolaikirche, die Abtragung der Mauern um diese Friedhöfe und die Ablagerung der Felsensteine längs des Schusterwall, als seitliche Begrenzung des neu angelegten Friedhofes.
Viele Grabstätten und Denkmale erinnerten an bedeutende Persönlichkeiten Friedlands und auch die weniger bekannten Einwohner Friedlands fanden hier bis 1905 ihre letzte Ruhe.
Heute findet man hier, auf den Wallanlagen zwischen dem Anklamer Tor und dem Volkshaus, eine weitläufige Parkanlage und nur noch ganz vereinzelt Grabmonumente aus alter Zeit.
J. Sch. Museum Friedland 2026
































