Kriegerdenkmal I. WK 1914-18, II. WK 1939-45
Am 10. Oktober 1926 erfolgte die Einweihung des Denkmals für die Gefallenen des I. Weltkrieges auf der Bullenwiese im Westteil des früheren Bürgermeisterwalls nahe dem Neubrandenburger Tor.
Den Entwurf für das Denkmal, lieferte Professor Dammann aus Berlin: Ein Altar mit Stahlhelm, sechs aufragende Pfeiler mit darauf ruhender Architravbalken im Halbkreis und 278 Namen der Gefallenen auf den Pfeilern. Nicht erfasst sind alle die toten Bürger der Stadt, die durch Hunger und Krankheit oder aus Verzweiflung den Tod fanden. Die Inschrift auf dem Heldendenkmal lautet: „Friedlands Heldensöhnen geweiht“.
Vor der Bauausführung gab es kontroverse Diskussion in Friedländer Kreisen über den derzeit modernen Entwurf zwischen dem Lehrer Dr. Karl Beyer (Museumsmitbegründer) und dem Bürgermeister Dr. Werner. Die Bauausführung schließlich lag in den Händen der Firma Jaeger aus Neubrandenburg.
Nach Beendigung des II. WK musste auf Anweisung der neuen Machthaber der Stahlhelm abgenommen werden. Er wird dicht beim Denkmal vergraben. Nach 1990 erfolgte eine erste Restaurierung und der Helm kommt wieder an seinen Platz.
Klaus Beyer, Sohn des 1974 in Frankfurt am Main verstorbenen Studienrats Dr. Karl Beyer, der seit 1919 am Friedländer Gymnasium als Lehrer tätig war, inspirierte bis 1992 eine Spendenaktion im Rahmen der Mecklenburger Landsmannschaft und der Altschülerschaft des Gymnasiums für eine Ehrentafel der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Anlässlich eines Heimattreffens ehemaliger Friedländer im Mai 1992 wurde als Ergänzung eine Gedenktafel für die Gefallenen des II. Weltkrieges am neugestalteten Friedländer Kriegerdenkmal eingeweiht. Die neue Platte wird jedoch mehrmals demoliert und ist jetzt verschollen. Das Denkmal ist leider des Öfteren Ziel von Vandalismus und Schmierereien und muss immer wieder gereinigt werden.
J. Sch. Museum Friedland 2026
































