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[32] Denkmal Riemann

Riemanndenkmal
Riemanndenkmal vor der Marienkirche an der Riemannstraße.
Riemanndenkmal
Riemanndenkmal zur DDR - Zeit an der Kreuzung Wollweber- und Leuschnerstraße.
Riemanndenkmal
Einweihung am alten Standort an der Wollweberstraße.
Gedenktafel
Gedenktafel am ehemaligen Wohnhaus Riemanns an der Marienkirche.
Gedenktafel
Einweihung der Gedenktafel am 25. Mai 1930 am ehemaligen Wohnhaus Riemanns.
Riemanngrab
Grabstele auf dem Familiengrab der Riemanns auf dem Alten Friedhof vor dem Anklamer Tor.
Heinrich Arminius Riemann
Heinrich Arminius Riemann Portrait als Pastor in Friedland.

Beschreibung

Denkmale für Heinrich Arminius Riemann in Friedland

Am 5. Dezember 1793 wurde Heinrich Arminius Riemann in Ratzeburg geboren. Auf dem Wartburgfest der studentischen Burschenschaften 1817 in Eisenach sprach auch der spätere Friedländer Heinrich Arminius Riemann. Er formulierte auf dem Wartburgfest als Festredner die Grundsätze des Festes. Seine Grundforderung lautete: „Ein Deutschland ist, ein Deutschland soll sein und bleiben". 

Im Jahre 1828 kam Riemann als Lehrer aus Eutin nach Friedland an die Gelehrtenschule. Durch den Zuzug Riemanns nach Friedland wurde die Stadt zum Zentrum der burschenschaftlichen Bestrebungen in Mecklenburg. Als Lehrer an der Gelehrtenschule förderte er das Turnen in der Stadt, übernahm 1829 die Leitung des alten Turnplatzes in Günthersfelde und verbesserte als Turnwart den Turnbetrieb in der Stadt durch die Einteilung der Sportler in feste Riegen nach Alter und Größe. In der Zeit der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848/49 war Riemann im Wahlkreis Alt-Strelitz Abgeordneter der Linken im mecklenburgischen Landtag. Hier setzte er sich für die Abschaffung aller politischen Sonderrechte der großen Grundbesitzer, für die Teilung des größten Grundbesitzes und die Schaffung der allgemeinen Wehrpflicht auf der Grundlage der Ideen von Scharnhorst ein.

Zwischen 1835-1872 war Riemann Pastor in Friedland. 1871 wurde Riemann zum Kirchenrat berufen und im gleichen Jahr das Ehrenbürgerrecht der Stadt Friedland verliehen. Riemann starb am 26. Januar 1872 in Friedland. Sein Grab Riemann befindet sich noch heute auf dem alten Friedhof (Gertraudenfriedhof). Der Grabstein selbst wurde inzwischen auf die Freifläche im Eingangsbereich des Neuen Friedhofs umgesetzt. 

Eine weitere Gedenktafel wurde am 25. Mai 1930 am ehemaligen Wohnhaus der evangelischen Kirchgemeinde eingeweiht. Das Haus existiert nicht mehr, aber eine neue Gedenktafel wurde an den ehemaligen Standort neu wieder angebracht.

Der heutige Gedenkstein vor der Marienkirche an der Riemannstraße stand ursprünglich an der alten Mädchenschule in der Wollweberstraße. 

 

J. Sch. Museum Friedland 2026