Denkmal Sophie Friederike Krüger
Gedenkstein an der Stelle des ehemaligen Geburtshauses vom Heldenmädchen Friedlands Friederike Krüger.
Sophie Friederike Krüger wurde am 4. Oktober 1789 in Friedland, im Wohnhaus ihrer Eltern am östlichen Ende der Wollweberstraße geboren und in der Nikolaikirche getauft.
Friederike, einzige Tochter des Friedländer Arbeitsmanns Johann(es) Jürgen Krüger und dessen Frau Regina Maria, arbeitete früh als Dienstmädchen und sollte in Anklam den Beruf der Schneiderin erlernen
Anfang 1813 steckte sie die Begeisterung für den Befreiungskampf gegen Napoleon an und sie begab sich als Mann verkleidet ans Oderhaff. Hier trat sie unter dem Namen August Lübeck in die 4. Kompanie des 1. Bataillons unter Major von Schmidt in das Königlich Preußische 9. Infanterie-Regiment (Kolberger Regiment) ein. Sie hatte sich die Haare abgeschnitten, trug selbstgeschneiderte Männerkleidung und war dem Aufruf einer Mobilmachung gefolgt. Sie wurde zunächst nicht entdeckt, weil es in der Hektik der Mobilmachung keine ärztlichen Untersuchungen auf Wehrtauglichkeit gab.
Im Bülowschen Korps half sie die Franzosen bei Großbeeren zu besiegen. Nach der siegreichen Schlacht bei Dennewitz über den französischen General Ney wurde Friederike Krüger zum Unteroffizier ernannt. Sie war an insgesamt 17 Schlachten und Kämpfen beteiligt. Erst als sie am 6. 9. 1813 an der Schulter verwundet wurde, entdeckte man ihr wahres Geschlecht.
Friederike Krüger erhielt für ihre Tapferkeit und ihren Heldenmut den russischen St.-Georgs-Orden. Der preußische König überreichte ihr eigenhändig das neu gestiftete Eiserne Kreuz. Außerdem belohnte er sie mit einem lebenslänglichen Ehrengehalt von 70 Talern jährlich. Großherzog Karl von Mecklenburg-Strelitz setzte zusätzlich noch ein Jahresgehalt von 50 Talern aus.
Auf einem Ordensfest im königlichen Schloss im Januar 1816 lernte sie den Unteroffizier Karl Köhler kennen. Im März 1816 fand die Trauung in der Garnisonskirche in Potsdam in Gegenwart des preußischen Königs statt. Die Hochzeit wurde von General von Borstell und anderen Generalen im Englischen Haus in Postdam ausgerichtet.
Für den erstgeborenen Sohn des Paares übernahm der König von Preußen, für die erste Tochter der Großherzog von Mecklenburg-Strelitz die Patenschaft. Friederike und ihre Familie, zu der nach dem Sohn noch drei Töchter kamen, lebten zunächst in Lychen und zogen 1841 nach Templin. Hier starb Friederike Krüger-Köhler schwer krank am 31. Mai 1848 im Alter von 59 Jahren. Sie wurde mit allen Ehren auf dem St.-Georgen-Friedhof in Templin beigesetzt.
Ihr Grab ist dort heute noch zu sehen.
J. Sch. Museum Friedland 2026
































