Station: [609] Das Skriptorium: die Buchkunst des Mittelalters

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Abschreiben als Gottesdienst

Noch bis um die Zeit um das Jahr 1430 ist jedes Buch einzigartig. Es ist von Hand geschrieben. Die Buchstaben sind von Hand verziert. Manche Bücher sind von Hand mit Bildern versehen. Der Ort der Buchkunst in Europa ist das Kloster. Vor allem Mönche in Schreibstuben (Skriptorien) erlernen die Schrift. Heilige Text abzuschreiben gilt selbst als eine Form des Gottesdienstes: Psalmen-Gesänge, Gebete, die Texte der Messe – meist auf Latein.

Die Bilder in den Bibeln

zeigen die Erschaffung der Welt, das Leben von Jesus und die Apokalypse. Diese Darstellungen bilden die damalige Welt ab. Die Bücher haben eine mehr oder minder prächtige Ausstattung. Die Menschen finden über Bilder einen Zugang zu biblischen Texten.

Die Heilige Schrift der römischen Kirche ist die lateinische Bibel.

Es gibt neben der hebräischen, griechischen und lateinischen Bibel wenige einzelne Bibeln, die zum Beispiel für Fürsten in die jeweilige Landessprache übersetzt sind.