Station: [730] Vor 200 Jahren

  • Bibelhaus Erlebnis Museum

Weltweit in allen Sprachen

Am 4. Januar 1816 gründet sich mit der Unterstützung der British and Foreign Bible Society aus London im Römer die Frankfurter Bibelgesellschaft. Bibelgesellschaften gibt es bald in vielen Ländern weltweit. Bis zum Jahr 1800 gibt es die Bibel in etwa 100 Sprachen. Bis 2015 ist die Bibel in über 2000 Sprachen übersetzt. Auf der einen Seite ist die Bibel ein Instrument der Alphabetisierung und kann das Selbstbewusstsein stärken. Auf der anderen Seite missbrauchen manche Missionare die Bibel, um Menschen zu unterdrücken.

Aus der Geschichte von 200 Jahren Frankfurter Bibelgesellschaft 1816-2016:

1817    Zum 300. Reformationsjubiläum gibt es eine eigene Bibelausgabe in Frankfurt

1830    Eine eigene, moderne Übersetzung der Bibel durch F. Meyer erscheint in Frankfurt

1843    Gegen den Widerstand der British and Foreign Bible Society enthalten die Frankfurter Bibeln die Spätschriften des Alten Testamentes. London stellt die Unterstützung ein.

1883    Im Lutherjahr beginnt die Frankfurter Bibelgesellschaft mit der Verteilung von Traubibeln an Frischvermählte

1934    Die Frankfurter Bibelgesellschaft verweigert die Mitarbeit an einem "Deutschen Bibeltag", den Nazis in Frankfurt veranstalten möchten.

1968: Das Markusevangelium in der Sprache Glavda (Nord-Nigeria) erscheint im Verlag der "Frankfurt Bible Society".

um 1980: die Frankfurter Bibelgesellschaft versteht sich als das Bibelwerk der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

1992-2001: Nach der 175-Jahr-Feier entsteht unter Propst Dieter Trautwein, Vorsitzender der Frankfurter Bibelgesellschaft, eine erste ständige Bibelausstellung

seit 2003: Bibelhaus Erlebnis Museum: Unter Pfarrer Jürgen Schefzyk entsteht das Bibelhaus Erlebnis Museum am Museumsufer in Trägerschaft der Frankfurter Bibelgesellschaft.