Audioguide: Barockwelten

Beschreibung

Audioführung durch die Neue Galerie im Edelhaus Homburg-Schwarzenacker.

Erarbeitet durch eine Schülergruppe des Helmholtz-Gymnasiums Zweibrücken: S. Christ, N. Fischer, K.U. Lösch, A. Moch, E. Rapp, E.M. Reichert.

Wissenschaftliche und didaktische Beratung: Dr. J. Ecker

 

Hallo!

Seien Sie herzlich willkommen in der Neuen Galerie im Edelhaus. Dieser 1720 von dem schwedischen Baumeister Jonas Erikson Sundahl erbaute Herrensitz hat im Gegensatz zu den weitaus größeren Bauwerken des Pfalz-Zweibrücker Hofes die Französische Revolution und die verheerenden weiteren Kriege überstanden.

Dank der großzügigen Leihgabe der Bayerischen Staatsgemäldesammlung München können sie 30 Gemälde sehen, die zum großen Teil an den Ort ihrer Entstehung zurückgekehrt sind.

30 Gemälde sind wenig, gemessen an dem, wovon einst Freiherr von Knigge angesichts der Pracht von Schloss Karlsberg geschwärmt haben soll: "Hier wird alles in Tausendern gemessen. 1000 Bilder, 1000 Pferde, 1000 Soldaten, 1000 Bedienstete."

Dennoch: Die kleine Gemäldeauswahl gewährt uns einen Blick in die Kunst- und Kulturgeschichte eines Herzogtums, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts auf der Höhe seiner Zeit war. Ein Herzogtum, das sich kontaktfruedig zeigte, eine geistige Entente cordiale mit der französischen Kultur einging und sich an europäischen belangen orientierte.

In vier Räumen wird eine interessante Mischung aus höfischer und bürgerlicher Kunst präsentiert. Es ist die Kunst von Malern, die in der Kunstgeschichtsschreibung als "Pfalz-Zweibrücker Malergruppe" bezeichnet wird.

Ihre Gemälde, die zwischen barockem und romatischem Klassizismus zu verorten sind, zeigen deutliche Spuren der Aufklärung und eines neuen, enzyklopädischen Denkens. Ihre Spezialität ist die Naturbeobachtung, insbesondere ihre neue Sicht auf das Tier. Zu Unrecht haben die humanisierten Tierdarstellungen von Johann Daniel Hien und Johann Christian von Mannlich, wie sie uns in Raum drei und vier begegnen werden, lange Zeit ein Schattendasein geführt.