Station: [710] Statt weltweiter Erneuerung: Glaubenskrieg

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Es ist die Zeit großer naturwissenschaftlicher Entdeckungen, zum Beispiel von Galileo Galilei und Johannes Kepler, aber auch die Zeit der Hexenverfolgung und Inquisition. Das politische Gleichgewicht zwischen protestantischen und römisch-katholischen Fürsten wankt. Europa steht nach einer Friedenszeit von 60 Jahren kurz vor dem 30-jährigen Krieg (1618-1648).

Eine Idee dieser Zeit hat eine große Nachwirkung: unter den vielen Büchern erscheinen zwischen 1614-1616 Schriften zu einem Zauber-Märchen von einem Ritter Christian Rosenkreuz und seiner internationalen Gesellschaft zur Generalreformation der ganzen weiten Welt.

1617 ruft Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) zur ersten Jubiläumsfeier „100 Jahre Reformation“ auf. Er möchte als Protestant die Wahl zum deutschen König gewinnen. Römisch-katholische Fürsten versuchen das zu verhindern. 1618 bricht über diesem Streit der 30-jährige Krieg aus. Manche halten die „Rosenkreuzer“-Schriften für Propaganda zugunsten des protestantischen „Winterkönigs“ Friedrich von der Pfalz.